Ein Jahr, ein Junior

Ultraschall Moritz Heute vor einem Jahr war einer der – wenn nicht gar wirklich DER – glücklichste Tag meines Lebens. Auf meinem Geburtstagstisch lag die Nachricht, dass wir – so denn alles gut ginge – bald zu dritt unsere vier Wände und den Rest des Lebens teilen würden. Beim Geburtstagskaffee mit Freunden dauergrinste ich wie eine Honigkuchenpferd konnte ich unser kleines, großes Geheimnis kaum für mich behalten.

Ein Jahr später ist dieses große, kleine Wunder bei uns. Und zwar schon seit nunmehr 3 1/2 Monaten. Es ist zwar entgegen anders lautender Behauptungen nicht alles anders geworden, aber einiges wohl schon.

Es sind diese morgendlichen Minuten, wenn der Junior aufwacht und friedlich vor sich hin glucksend die Welt entdeckt und mit der Sonne um die Wette strahlt. Es ist das herzzerreißende Geschrei, wenn die Beste nicht binnen von Sekunden die gewünschte kulinarische Versorgung bereitstellt. Es sind diese tausenden von kleinen Augenblicken, die seit dem 11. März das Leben bereichern.

Der Taufpfarrer zitierte in seiner Taufpredigt Arjen Robben mit seinem Satz vom “zweiten Leben” und bezog dies natürlich auf die Aufnahme des Juniors in die Kirche. Doch auch uns Eltern wurde mit der Geburt ein “zweites Leben” geschenkt. Eines, das nicht mehr wegzudenken ist.

Und so bleibt mir nichts anderes an diesem Sonnentag, als überdankbar, voller Glück und Demut und mit großer Zuversicht nach vorn zu schauen.