<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>jazzlounge</title>
	<atom:link href="http://www.jazzblog.de/jazzlounge/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.jazzblog.de/jazzlounge</link>
	<description>all that tiny little daily jazz</description>
	<lastBuildDate>Tue, 21 May 2013 06:05:51 +0000</lastBuildDate>
	<language>de-DE</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.5</generator>
		<item>
		<title>Frisch auf die Ohren: Jamie Cullum :: Momentum</title>
		<link>http://www.jazzblog.de/jazzlounge/2013/05/frisch-auf-die-ohren-jamie-cullum-momentum/</link>
		<comments>http://www.jazzblog.de/jazzlounge/2013/05/frisch-auf-die-ohren-jamie-cullum-momentum/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 21 May 2013 05:58:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hannes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Besprechung]]></category>
		<category><![CDATA[Deluxe]]></category>
		<category><![CDATA[Jamie Cullum]]></category>
		<category><![CDATA[Jazz]]></category>
		<category><![CDATA[Kritik]]></category>
		<category><![CDATA[Momentum]]></category>
		<category><![CDATA[Pop]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.jazzblog.de/jazzlounge/?p=2269</guid>
		<description><![CDATA[Meine Erwartungen waren hoch. Wirklich hoch. Hatte Jamie Cullum doch schon vor...]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img class="size-full wp-image-2272 alignnone" alt="Jamie Cullum - Momentum" src="http://www.jazzblog.de/jazzlounge/wp-content/uploads/2013/05/jamie_cullum_momentum.png" width="912" height="681" /></p>
<p>Meine Erwartungen waren hoch. Wirklich hoch. Hatte Jamie Cullum doch schon vor Wochen die PR-Maschinerie für sein neues Album &#8220;Momentum&#8221; angeworfen. Kaum ein Tag auf <a title="weiter zur Facebook-Page von Jamie Cullum" href="https://www.facebook.com/jamiecullum" target="_blank">Facebook</a> ohne Heißmacher-Content in Bild- und Bewegtbildform.</p>
<p>Mich mach soetwas ja immer skeptisch bis hochgradig misstrauisch. Zu oft stellten sich die vollmundigen Ankündigungen im Nachgang als heiße Luft heraus. Doch nicht so bei Momentum. Sonntag Nacht um 22 Uhr durfte ich mir dann die Deluxe-Variante des Albums &#8211; und diese empfehle ich auch ausdrücklich zum Kauf &#8211; bei itunes herunterladen. Und was soll ich sagen, ich bin schlichtweg begeistert.</p>
<p>Vom ersten bis zum letzen Song großartiger Pop. Von Jazz kann man hier im Gegensatz zu den Vorgängeralbenkaum sprechen, auch wenn Jamie Cullums Können am Klavier an vielen Stellen durchblitzt. Dieses Album wird live gespielt sicher begeistern. Nicht nur weil Jamie Cullum live immer ein Erlebnis ist, sondern weil es ein abwechslungsreiches Stück Musik ist, das von der Ballade wie &#8220;Get a Hold of Yourself&#8221; bis hin zum zur Bewegung animierenden &#8220;Take Me Out (of Myself)&#8221; eine riesige Bandbreite bereit hält.</p>
<p>Weswegen ich die Deluxe-Variante des Albums empfehle? Nun, sie enthält sechs großartige Live-Aufnahmen, die allesamt die Studio-Versionen noch einmal toppen. Großartig zum Beispiel das schaurig traurige &#8220;Sad, Sad, World&#8221;, das Cullum im Duett mit der ebenfalls brillierenden Laura Mvula zu Gehör bringt. Mein Lieblingssong des Albums ist &#8220;Pure Imagination&#8221;, das nicht nur textlich wundervoll ist, sondern in dem auch Cullums pianistisches Vermögen brilliant zu Gehör gebracht wird.</p>
<p>&#8220;Momentum&#8221; ist wie gemacht für stille Abende auf der Terrasse, dem Balkon oder im Wohnzimmer. Dazu ein guter Rotwein und die Welt versinkt in Musik.</p>
<blockquote><p><em>If you want to view paradise</em><br />
<em>Simply look around and view it </em><br />
<em>Anything you want to, do it </em></p>
<p><em>Want to change the world?</em><br />
<em>There’s nothing To it </em></p>
<p>[aus "Pure Imagination" von Jamie Cullum]</p></blockquote>
<ul>
<li><a title="weiter zum Album auf Amazon" href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/B00C7NKPS0/jazzundmehrtw-21" target="_blank">&#8220;Momentum &#8211; Deluxe Limited Edition&#8221; [Amazon]</a></li>
<li><a title="weiter zum Album auf Amazon" href="http://www.amazon.de/exec/obidos/B00BTYILQG/jazzundmehrtw-21" target="_blank">&#8220;Momentum&#8221; [Amazon]</a></li>
<li><a title="weiter zum Album bei itunes" href="https://itunes.apple.com/de/album/momentum-deluxe-version/id630302853" target="_blank">&#8220;Momentum &#8211; Deluxe&#8221; [itunes]</a></li>
<li><a title="weiter zur Website von Jamie Cullum" href="http://www.jamiecullum.com/" target="_blank">Website von Jamie Cullum</a></li>
<li><a title="weiter zur Wikipedia-Seite über Jamie Cullum" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jamie_Cullum" target="_blank">Wiki-Eintrag zu Jamie Cullum</a></li>
</ul>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.jazzblog.de/jazzlounge/2013/05/frisch-auf-die-ohren-jamie-cullum-momentum/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Früher war mehr Pfingsten</title>
		<link>http://www.jazzblog.de/jazzlounge/2013/05/fruher-war-mehr-pfingsten/</link>
		<comments>http://www.jazzblog.de/jazzlounge/2013/05/fruher-war-mehr-pfingsten/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 19 May 2013 05:39:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hannes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Jazzer unterwegs]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Feiertage]]></category>
		<category><![CDATA[früher]]></category>
		<category><![CDATA[Lagerfeuer]]></category>
		<category><![CDATA[Pfingsten]]></category>
		<category><![CDATA[Pfingstlager]]></category>
		<category><![CDATA[unterwegs]]></category>
		<category><![CDATA[Urlaub]]></category>
		<category><![CDATA[Zeltlager]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.jazzblog.de/jazzlounge/?p=2265</guid>
		<description><![CDATA[Pfingsten. Tage des heiligen Geistes. Der Erleuchtung. Intellektuellen Sturmesbrausens. Eigentlich müsste Pfingsten...]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-2266" style="margin: 10px;" alt="Pfingsten" src="http://www.jazzblog.de/jazzlounge/wp-content/uploads/2013/05/pfingsten.jpg" width="172" height="240" />Pfingsten. Tage des heiligen Geistes. Der Erleuchtung. Intellektuellen Sturmesbrausens. Eigentlich müsste Pfingsten ja internationaler Tag der Übersetzerinnen und Übersetzer sein, wenn man sich die Geschichte mal genau durchliest.</p>
<p>Aber ich schweife schon wieder ab. In diesem Jahr ist Pfingsten nämlich gefühlt überhaupt kein Pfingsten. Ich verbringe mein Pfingstwochenende nämlich überwiegend arbeitend am Schreibtisch. Heiße Projektphase und so. Ihr kennt das. Doch wenn ich nachdenke, ist Pfingsten irgendwie schon lange kein Pfingsten mehr. Nicht erst seit diesem Jahr. Und ich weiß gar nicht, wann das aufgehört hat.</p>
<p>Was waren das für Zeiten vor einem Vierteljahrhundert. Da wurden 60 bis 80 halbstarke Jungs und Mädels in klapprige Busse gepfercht und dann ging es ab. Irgendwo in den Speckgürtel des hiesigen Ballungsraums auf eine Bauernwiese oder einen heruntergekommen Campingplatz. Dort wurden dann Zelte hochgezogen, eine Feuerstelle ausgehoben und fertig war das perfekte Wochenende. Im Nieselregen mit Parka und Klampfe am Lagerfeuer. Außen schwarzes, innen rohes Stockbrot dazu. Und nachts knackten die Käfer unter einem, wenn man sich im Schlafsack hin und her wälzte. Morgens dann Graubrot mit Nusspli, für Brötchen und Nutella reichte das Budget der Pfadfinderkasse einfach nicht. Außerdem hatte damals noch kein Bäcker an Pfingsten auf. Und Bahnhöfe mit Teigwareninfrastrukturversorgung waren definitiv nicht in Reichweite unserer Lagerplätze.</p>
<p>Später dann begann das Pfingsthappening dann schon im Stau auf der A3 in Richtung Arnheim. Der zwangsweise abstinente Fahrer, der arme Kerl, war immer am schlimmsten dran, wenn im gefühlten 200km-Stau zwischen Oberhausen und Den Haag Dosenbier in zweistelligen Sixpack-Gebinden vernichtet wurde. Irgendwann kam mann dann entweder gerädert oder verkatert (manchmal auch beides) mitten in der Nacht in Nordwijk oder Egmont an und schlug entweder sein Minizelt auf dem Campingplatz auf oder durfte seine Extremitäten in schlechten Betten noch schlechterer Miniferienwohnungen, die aber zu horrenden Preisen vermietet wurden, zur Entspannung niederlegen. Den Rest verbrachte man dann weiter trinkend und/oder schlafend am Strand oder in den Behausungen, die zur Verfügung standen.</p>
<p>So oder so waren es die Tage des &#8220;Hoch die Tassen&#8221;. Unbeschwerte Fröhlichkeit, Abschalten, gute Stimmung. Und das Wetter? Nun, das hatte man. War es gut, war es kein Thema. War es schlecht, es wurde einfach ignoriert. Und was hatten wir für Wetter. Hagel, Sturzregen, knallenden Sonnenschein, Nieselnebel und Bodenfrost. Alles dabei gewesen. Alles überlebt. Alles mannhaft ausgestanden. Aber es gab ja auch noch keine Sozialen Netzwerke, in denen man sein Wetterempörung angemessen hätte verarbeiten können. Und das war gut so.</p>
<p>Nun sitze ich hachend und seufzend am Schreibtisch und stürze mich in meine zu erledigende Arbeit. Vielleicht mache ich heute Abend Feuer im Garten und es gibt Stockbrot und Würstchen.</p>
<p>Früher war mehr Pfingsten.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.jazzblog.de/jazzlounge/2013/05/fruher-war-mehr-pfingsten/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>4</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Hinter den Horizont</title>
		<link>http://www.jazzblog.de/jazzlounge/2013/05/hinter-den-horizont/</link>
		<comments>http://www.jazzblog.de/jazzlounge/2013/05/hinter-den-horizont/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 15 May 2013 03:50:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hannes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gebrauchslyrik]]></category>
		<category><![CDATA[Sentimentalitäten]]></category>
		<category><![CDATA[Aufbruch]]></category>
		<category><![CDATA[Fantasie]]></category>
		<category><![CDATA[Horizont]]></category>
		<category><![CDATA[Sehnsucht]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.jazzblog.de/jazzlounge/?p=2261</guid>
		<description><![CDATA[Nur die Fantasie vermag, hinter den Horizont zu schauen Nur die Sehnsucht...]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.jazzblog.de/jazzlounge/wp-content/uploads/2013/05/20130515-054504.jpg" alt="Fantasie" class="alignnone size-full" /></p>
<p><font size="5">Nur die Fantasie vermag,<br />
hinter den Horizont zu schauen<br />
Nur die Sehnsucht treibt uns an,<br />
dass wir zu ihm aufbrechen.</font></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.jazzblog.de/jazzlounge/2013/05/hinter-den-horizont/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Der (g)rantige Mutter-/Vatertagstext, den eigentlich ich schreiben wollte</title>
		<link>http://www.jazzblog.de/jazzlounge/2013/05/der-grantige-mutter-vatertagstext-den-eigentlich-ich-schreiben-wollte/</link>
		<comments>http://www.jazzblog.de/jazzlounge/2013/05/der-grantige-mutter-vatertagstext-den-eigentlich-ich-schreiben-wollte/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 12 May 2013 15:21:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hannes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Familie]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Bewusstsein]]></category>
		<category><![CDATA[Muttertag]]></category>
		<category><![CDATA[Omatag]]></category>
		<category><![CDATA[Rollenverständnis]]></category>
		<category><![CDATA[Vatertag]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.jazzblog.de/jazzlounge/?p=2251</guid>
		<description><![CDATA[Da wollte ich einen richtig (g)rantigen Text über dieses Muttertags- und Vatertagsgemache...]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-2254" alt="Plakat: Mutter hat jetzt Zeit für uns, denn sie kocht elektrisch" src="http://www.jazzblog.de/jazzlounge/wp-content/uploads/2013/05/muttertag.jpg" width="553" height="800" /></p>
<p>Da wollte ich einen richtig (g)rantigen Text über dieses Muttertags- und Vatertagsgemache schreiben, und dann hat das die liebe Journelle mit <strong>&#8220;<a title="weiter zum Blog von Journelle" href="http://www.journelle.de/3247/leck-mich-am-bollerwagen/">Leck mich doch am Bollerwagen</a>&#8220;</strong> schon so fantastisch erledigt, dass ich dem eigentlich kaum mehr was hinzufügen kann.</p>
<p>Am Ende geht es um Bewusstsein. Bewusstsein für Rollen, in denen wir uns alle wieder finden. Als Mutter, Vater, Kind, Berufstätige oder Daheimschaffende. Jede dieser Rollen ist mit Konflikten verbunden, die sich nur durch Selbstreflektion und gegenseitige Wertschätzung überwinden lassen. Aber nicht durch manifestierte Gedenk- und Geschenktage, die irgendwie nach Kranzniederlegung und Kniefall müffeln.</p>
<p>Und das gilt sogar für den von mir immer wieder gern zelebrierten Omatag. Aber das ist eine ganz andere <a title="weiter zur Geschichte über den Omatag in der Jazzlounge" href="http://jazzlog.de/jazzlounge/2009/11/omatag-oder-irgendwas-von-dir-beibt-hier/">Geschichte</a>.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.jazzblog.de/jazzlounge/2013/05/der-grantige-mutter-vatertagstext-den-eigentlich-ich-schreiben-wollte/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Kindermund: Pasta offesa</title>
		<link>http://www.jazzblog.de/jazzlounge/2013/05/kindermund-pasta-offesa/</link>
		<comments>http://www.jazzblog.de/jazzlounge/2013/05/kindermund-pasta-offesa/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 11 May 2013 21:23:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hannes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alltagskram]]></category>
		<category><![CDATA[Kind und Kegel]]></category>
		<category><![CDATA[beleidigt]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kindermund]]></category>
		<category><![CDATA[Nudeln]]></category>
		<category><![CDATA[Pasta]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.jazzblog.de/jazzlounge/?p=2246</guid>
		<description><![CDATA[Schon wieder Pasta. Der Junior hat es mit Nudeln. Gestern haben wir...]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img class="size-full alignleft" style="margin: 10px;" alt="Pasta offesa" src="http://www.jazzblog.de/jazzlounge/wp-content/uploads/2013/05/20130511-232742.jpg" /></p>
<p>Schon wieder Pasta. Der Junior hat es mit Nudeln. Gestern haben wir unseren Wochenendeinkauf gemacht. In unserem <a href="http://www.mc-bochum.de/veranstaltungen/im-ruckblick/test">Lieblingssupermarkt</a>. Nachdem der kleine Mann an der Wurst- und Fleischtheke gleich zweimal abgesahnt und beide Backen noch voller Fleischwurst hatte, begaben wir uns mit dem bereits gut gefüllten Einkaufswagen in Richtung der Regale mit dem italienischen Hartweizenerzeugnissen.</p>
<p>Da der Junior großer Teigwarenfan ist und auf Pasta in allen Formen und Größen schwört, darf er sich bei jedem Einkauf eine Packung aussuchen. Diesmal überraschte er mich allerdings mit seiner Begründung, warum es ausgerechnet eine Teigpackung mit Spiralnudeln der deutschen Firma mit den drei Bimmeln drauf sein sollte:</p>
<p>&#8220;<em>Die sehen so beleidigt aus. Und traurig.</em>&#8221;</p>
<p>Ich konnte ihm mit all meinen Ünerredungskünsten leider nicht entlocken, wie er zu dieser Einschätzung kam, aber selbstverständlich konnte ich ihm seinen Wunsch nicht abschlagen. Also gab es heute bei uns &#8220;Pasta offesa&#8221;, beleidigte Nudeln.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.jazzblog.de/jazzlounge/2013/05/kindermund-pasta-offesa/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Kindermund: Antarktische Pasta</title>
		<link>http://www.jazzblog.de/jazzlounge/2013/05/kindermund-antarktische-pasta/</link>
		<comments>http://www.jazzblog.de/jazzlounge/2013/05/kindermund-antarktische-pasta/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 08 May 2013 19:31:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hannes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alltagskram]]></category>
		<category><![CDATA[Kind und Kegel]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Wortklaubereien]]></category>
		<category><![CDATA[Kindermund]]></category>
		<category><![CDATA[Linguine]]></category>
		<category><![CDATA[Nudeln]]></category>
		<category><![CDATA[Pasta]]></category>
		<category><![CDATA[Pinguine]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.jazzblog.de/jazzlounge/?p=2242</guid>
		<description><![CDATA[Gestern gab es bei uns Pasta. Frische Pasta. Lang und platt. Dazu...]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.jazzblog.de/jazzlounge/wp-content/uploads/2013/05/20130508-212947.jpg" alt="Pinguin" class="alignnone size-full" /></p>
<p>Gestern gab es bei uns Pasta. Frische Pasta. Lang und platt. Dazu wurde ein leckeres Pilz-Kräutersößchen gezaubert. Immer in der Hoffnung, dass auch der Junior kräftig zuschlagen würde. Denn normalerweise zählen Nudeln und Pilze zu dem Dingen, die er speiseplantechnisch klar bevorzugt. Im Gegensatz zu Kartoffeln und grünem Gemüse.</p>
<p>Während des Kochens unterhielten die Beste und ich uns. Über dieses und jenes und auch über die Zutaten, die wir da verarbeiteten.</p>
<p>Als wir dann am gedeckten Tisch saßen, stocherte der Junior lustlos in seinem Essen herum und blickte uns äußerst vorwurfsvoll und skeptisch an. Als wir ihn fragten, warum er denn nichts esse, obwohl es sich doch um eines seiner Leibgerichte handle, brach es aus ihm hervor:</p>
<p><em>&#8220;Ich esse doch keine Pinguine, Papi.&#8221;</em></p>
<p>Es dauerte noch eine Weile, bis wir ihn wieder aufgetaut hatten und glaubhaft machen konnten, dass es sich nur um Linguine und nicht etwa die possierlichen Bewohner südpolarer Gefilde handelt.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.jazzblog.de/jazzlounge/2013/05/kindermund-antarktische-pasta/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Warten :: Ein kleiner Text über die Zeiten zwischen Himmel und Hölle</title>
		<link>http://www.jazzblog.de/jazzlounge/2013/05/warten-ein-kleiner-text-uber-die-zeiten-zwischen-himmel-und-holle/</link>
		<comments>http://www.jazzblog.de/jazzlounge/2013/05/warten-ein-kleiner-text-uber-die-zeiten-zwischen-himmel-und-holle/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 07 May 2013 22:04:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hannes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Sentimentalitäten]]></category>
		<category><![CDATA[Erfüllung]]></category>
		<category><![CDATA[Geduld]]></category>
		<category><![CDATA[Himmel]]></category>
		<category><![CDATA[Hoffnung]]></category>
		<category><![CDATA[Hölle]]></category>
		<category><![CDATA[Kontemplation]]></category>
		<category><![CDATA[Verzweiflung]]></category>
		<category><![CDATA[Warten]]></category>
		<category><![CDATA[Zeit]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.jazzblog.de/jazzlounge/?p=2239</guid>
		<description><![CDATA[&#8220;Auch ist es besser, Gefahren auf halbem Wege entgegenzugehen, wenn sie nicht...]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.jazzblog.de/jazzlounge/wp-content/uploads/2013/05/20130507-235238.jpg" alt="Land in Sicht" class="alignnone size-full" /><br />
<em>&#8220;Auch ist es besser, Gefahren auf halbem Wege entgegenzugehen, wenn sie nicht näherkommen, als zu lange auf ihr Herankommen zu warten; denn wenn jemand zu lange wacht, kann man darauf wetten, daß er einschläft.&#8221;</em><br />
[Sir Francis Bacon]</p>
<p>Warten. Nicht gerade meine Stärke. Ich mag es nicht, wenn ich fremdbestimmt bin. Nicht agieren kann. Ausharren muss. Dieses verdammt sein zur Geduld macht mich wahnsinnig. Und zwar im Guten wie im Schlechten. Egal ob es ein freudiges Ereignis ist, auf dessen Eintreten ich warten muss, oder ob es Ungewissheiten der weniger schönen Art sind, die ich befürchte. Allein 140 Stunden unserer wertvollen Lebenszeit verbringen wir beispielsweise in mit hirnzersetzender Dudelmusik vollgestopften Telefonwarteschleifen, allein 219 Tage stehen wir im Stau. Über die gefühlt verlorenen Lebensjahre wegen verspäteter Züge schweigen wir uns lieber galant aus. Und ist es nicht schlimm, dass wir nur 11 Tage im Leben mit Lachen füllen? Was sagt das über uns aus? [Quelle: <a href="http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/336000">jetzt</a>]</p>
<p>Schon als Kind hasste ich Weihnachten, weil das hieß, auf meine Geschenke bis mindestens zum 24. Dezember warten zu müssen. Also kam es über viele Jahre meiner Kindheit und Jugend zum Wettkampf mit den Erziehungsbeauftragten hinsichtlich des innerhäuslichen Geschenkversteckarsenals. Am Ende ging es fast nur noch um die Quote dessen, was unterm Tannenbaum lag und von mir noch nicht vorab erschnüffelt war. Und ich war ein wahres Trüffelschwein, was die Erfolgsquoten anging.</p>
<p>Auch heute mag ich diese Zeiten nicht, in denen Fragezeichen, leere Sprechblasen oder imaginäre Damoklesschwerter über meinem Kopf schweben. Ich gestalte gern, habe die Dinge gern in der Hand, bin durchaus nicht unbegabt darin, spontanen zu reagieren, zu entscheiden und zu handeln.</p>
<p>Lange Wartezeiten zersetzen mich oft innerlich. Zweifel kämpfen mit Klarheiten, Zuversicht und Hoffnungslosigkeit liefern sich ein Kopf an Kopf-Rennen. Meine inneren Bergleute hauen mit ihren Schlegeln und Eisen tiefe Stollen in meine inneren Gedankengänge, hölen sie aus, schaffen wahre Labyrinthe, in denen ich mich am Ende selbst zu verlaufen drohe. Und wenn die Orientierung erstmal weg ist, kann es noch länger dauern, bis man wieder Tageslicht sieht und eine frische Brise atmen kann.</p>
<p>Und manchmal gelingt es mir dann, mich neben mich selbst zu stellen und mich von außen zu betrachten. Dann merke ich, dass es viel besser ist, diesen inneren Bergbau nicht länger zu subventionieren, sondern die Wartezeiten zu gestalten. Aktiv. Wie auch immer. Sie aktiv zu füllen mit Dingen, die Spaß machen, die einen in irgendeiner Form erfüllen. Und die gibt es immer. Es bedarf nur eines gewissen Abstands zu den Dingen und man findet genug, Wartezeiten sinnvoll zu nutzen.</p>
<p>Da zu sitzen, wie das berühmte Kaninchen vor der Schlange, führt am Ende dazu, auf jeden All gefressen zu werden. Immer wieder stelle ich fest, dass viele Wartezeiten durchaus selbst verschuldet sind. Entweder, weil eingeplante Sicherheitspuffer einfach zu groß oder zu klein bemessen waren oder weil anstehende Entscheidungen unnötig lang geschoben werden. Ein notorisch zu spät kommender Freund hat mir einmal den wundervollen Satz gesagt: <em>&#8220;Wer zu spät kommt, hat nur keine Zeit zu warten.&#8221;</em> Seitdem hab ich ihm jede Verspätung verziehen.</p>
<p>Und noch schöner wäre es, wenn wir unsere Wartezeiten mit Lachen und Lebensfreude und -lust zu füllen versuchten. Da wäre für uns und unsere Umwelt doch wirklich was gewonnen.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.jazzblog.de/jazzlounge/2013/05/warten-ein-kleiner-text-uber-die-zeiten-zwischen-himmel-und-holle/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Im Atmen innehalten</title>
		<link>http://www.jazzblog.de/jazzlounge/2013/05/im-atmen-innehalten/</link>
		<comments>http://www.jazzblog.de/jazzlounge/2013/05/im-atmen-innehalten/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 06 May 2013 06:31:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hannes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Sentimentalitäten]]></category>
		<category><![CDATA[Atmen]]></category>
		<category><![CDATA[Kante]]></category>
		<category><![CDATA[musik]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.jazzblog.de/jazzlounge/?p=2236</guid>
		<description><![CDATA[Wir sind hier angekommen Ohne es wahrzunehmen Hier wo die Nacht nicht...]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wir sind hier angekommen<br />
Ohne es wahrzunehmen<br />
Hier wo die Nacht nicht dunkel wird<br />
Und der Tag nie wirklich hell<br />
Kein Wind bewegt die Stille<br />
Die Luft ist regungslos<br />
Als wenn die Welt an diesem Ort<br />
In ihrem Atmen innehält</p>
<p>Wir spüren es unter unserer Haut<br />
Wie sich die Zukunft in den Winkeln unserer Körper staut</p>
<p>Hier wo die Zeit still steht<br />
Während die Welt sich dreht<br />
Mitten im Herz des Wirbelsturms<br />
Können wir das leise Zittern fühlen<br />
Das die Luft um uns erfüllt<br />
Für einen endlosen Moment<br />
Wenn man im Atmen innehält</p>
<p>[Text: Kante; reinhören auf <a href="http://www.kantemusik.de/musik.php" target="_blank">www.kantemusik.de</a>]</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.jazzblog.de/jazzlounge/2013/05/im-atmen-innehalten/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Blogparade : Storytelling : Das digitale Lagerfeuer 2.0</title>
		<link>http://www.jazzblog.de/jazzlounge/2013/05/blogparade-storytelling-das-digitale-lagerfeuer-2-0/</link>
		<comments>http://www.jazzblog.de/jazzlounge/2013/05/blogparade-storytelling-das-digitale-lagerfeuer-2-0/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 04 May 2013 05:29:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hannes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Netz und Co.]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Kram]]></category>
		<category><![CDATA[Web]]></category>
		<category><![CDATA[Erzälen]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[modern]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Socialmedia]]></category>
		<category><![CDATA[Storytelling]]></category>
		<category><![CDATA[Web 2.0]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.jazzblog.de/jazzlounge/?p=2235</guid>
		<description><![CDATA[Caroline Kliemt hat zur Blogparade zum Thema &#8220;Storytelling&#8221; aufgerufen. Ich hasse dieses...]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.jazzblog.de/jazzlounge/wp-content/uploads/2013/05/20130504-072735.jpg"><img src="http://www.jazzblog.de/jazzlounge/wp-content/uploads/2013/05/20130504-072735.jpg" alt="Storytelling : Lagerfeuer 2.0" class="alignnone size-full" /></a></p>
<p>Caroline Kliemt hat zur <a href="http://www.reichweite-beratung.de/storytelling-in-neuen-kontexten-blogparade/">Blogparade zum Thema &#8220;Storytelling&#8221;</a> aufgerufen. Ich hasse dieses Buzzword eigentlich wie die Pest, aber da ich im beruflichen Kontext immer wieder damit konfrontiert bin, juckte es mich sehr in den Fingern, auch meinen Senf dazu zu geben.</p>
<p>Und Senf ist da irgendwie schon ein schönes Stichwort. Denn er bietet gleich zwei Ansatzpunkte, sich dem Thema zu nähern. Zum einen ist Senf eine Würze. Und die braucht es, wenn man gute Geschichten erzählt. Das bloße Abspulen und Wiedergeben von Fakten, so professionell und kanalübergreifend es auch umgesetzt wird, macht noch lange keine gute Geschichte aus. Denn erst wenn die besondere Note für den Rezipienten hinzu kommt, entsteht das, was es für ein gutes Storytelling braucht: der fesselnde Moment. Und diesen zu finden oder zu kreieren, ist wirklich hohe Kunst. Und hohe Kunst ist rar auf dem Jahrmarkt der Beliebigkeiten und Eitelkeiten.</p>
<p>Und damit sind wir beim zweiten Ansatzpunkt. Senf gibt es immer dort, wo es auch Würstchen gibt. Und die gab es in meiner Jugend oft am abendlichen Lagerfeuer in diversen Zeltlagern. Und diese Lagerfeuerabende waren für mich der Ort, wo ich am meisten über gutes Storytelling gelernt habe. Da saßen Kinder, Jugendlich und Erwachsene um einen loderndes Feuer. Irgendjemand hatte immer eine Gitarre dabei. Wir schwitzen vorne und froren hinten. Grillten Würstchen und aßen verbranntes Stockbrot. Und wir vergaßen dabei die Zeit. Was hat das nun mit Storytelling zu tun?</p>
<p>Nun, eine ganze Menge. Denn in diesen Lagerfeuerrunden ging es oftmals um nichts anderes. Im Leitungsteam hatten wir uns während der Vorbereitung überlegt, unter welches Motto wir den Aend oder gar das ganze Ferienlager stellen könnten. Wir haben uns dabei unsere aktuelle Lebenswelt und die der teilnehmenden Kinder angeschaut. Welche Kinder sind das, wo kommen sie her, welche Themen beschäftigen sie gerade, was ist für sie gerade relevant? Immer fanden wir dabei spannende Anknüpfungspunkte, die sich dann thematisch wie ein roter Faden entweder durch einen einzelnen Abend oder durch die gesamte Dauer unserer Touren zogen. Gerade die Frage nach der Relevanz wird von Kindern gnadenlos abgestraft. Da sitzt man im Zweifel schnell allein am Feuer.</p>
<p>Die Abende am Lagerfeuer lebten davon, dass sie Abwechslung boten. Es wurden Geschichten erzählt, frei oder vorgelesen. Musik spielte eine zentrale Rolle. Viele Lagerfeuersongs haben sich bis heute tief in meine Seele gebrannt und ich bin fest überzeugt, dass Songs wie &#8220;Lady in Black&#8221; oder &#8220;Country Roads&#8221; ohne diese Lagerfeuerabende kein Mensch mehr kennen würde. Bisweilen wurden auch vorbereitete Theaterstücke oder Sketche aufgeführt. Bei der Mischung könnte man also durchaus von einem analogen Multikanalansatz sprechen.</p>
<p>Bei all diesen romantischen Runden ging es nicht um die Vermittlung von Information. Natürlich spielte das ein Rolle und passierte zwangsläufig, doch im Vordergrund stand immer die Emotion. Nur wenn es gelang, diese knisternde Stimmung zu schaffen, wurden aus den Abenden gute Abende. Nur dann wurde laufend Holz nachgeschoben, nur dann vergaß man die Zeit um sich herum. Oft ließ sich auch beobachten, dass auch die beste Planung nichts wert war, denn diese Abende entwickelten mitunter eine Eigendynamik. Da wurden auf einmal andere Lieder gesungen, andere Geschichten erzählt. Raum für Spontaneität musste immer da sein.</p>
<p>Auch das Controlling dieser Lagerfeuerrunden war recht einfach. Der ROI &#8211; im Sinne eines Risk of Ignorance &#8211; war hier schnell und einfach zu spüren. Wenn die Geschichten und Songs schlecht, irrelevant oder emotional nicht ansprechend waren, lichteten sich die Runden fix und man saß irgendwann alleine mit der Klampfe am Feuer.</p>
<p>All dies zeigt, dass Storytelling nun wirklich nix Neues ist. Es wird nur endlich mehr und mehr erkannt, dass das bloße Senden selbsterdachter Botschaften in Zeiten von Käufermärkten und besser informierter und mündigerer Konsumenten nicht mehr ausreicht. Erfolgreiche Marken und Unternehmen haben das immer schon gewusst und auch gelebt. Aber die Luft wird angesichts der enormen Dynamik von Informationen und Angeboten immer dünner. Ein gutes Angebot verkauft/verbreitet sich eben leider nicht von alleine. Es braucht eine Geschichte, die es aus der Masse heraushebt, es zu etwas besonderem macht.</p>
<p>Von daher ist es richtig und wichtig, sich mit diesem Thema zu befassen. Es gilt herauszufinden, wie schaffe ich einen attraktiven Lagerfeuerplatz, an dem sich Menschen gerne mit mir versammeln und meinen Geschichten gern und lange lauschen. Dafür braucht es eine Menge Holz (Investment in Infrastruktur), gute Geschichtenerzähler (Redakteure, Marketingspezialisten) und Mut und Raum für Spontaneität und Kreativität (Zuhören, Umsteuern, Partizipation). Nur wenn all dies gegeben ist, besteht eine Chance auf lange, erfolgreiche Lagerfeuerabende.</p>
<p>Das Internet bietet hier herausragende Möglichkeiten, da man die Menschen mit ihren unterschiedlichen Bedürfnissen und Sinneswahrnehmungen gut ansprechen und erreichen kann. Hier lassen sich mit relativ einfachen Mitteln auch Konzepte verproben und testen. Am Ende braucht es jedoch immer konkrete Anknüpfungspunkte in die reale Welt. Sei es über das Produkt oder die Dienstleistung selbst, oder über Begegnungen im persönlichen Gespräch oder bei Veranstaltungen.</p>
<p>Ich selbst freue mich immer wieder, wenn ich irgendwo diese lodernden und knisternden Lagerfeuer entdecke. Da hocke ich mich gern dazu, lausche eine Weile und vergesse dabei mitunter auch meinen frierenden Rücken und Popo.</p>
<p>~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~</p>
<p>Am Schluss noch eine kurze Zusammenfassung des Vorgehensmodells für ein gelungenes Lagerfeuer 2.0:</p>
<li>Umfeldanalyse (Was passiert?)</li>
<li>Zielgruppenanalyse (Wen will ich interessieren?)</li>
<li>Methodenanalyse (In welcher Form und wo will ich interessieren?)</li>
<li>Identifikation relevanter Themen (Was interessiert wen an meiner Geschichte?)</li>
<li>Aufmerksamkeitsanker finden (Was ist die Würze meiner Geschichte?)</li>
<li>Zuhören, Atmosphäre wahrnehmen</li>
<li>Abwechslung schaffen (Variationen innerhalb des Roten Fadens</li>
<li>Raum für Spontaneität und Bauchgefühl lassen</li>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.jazzblog.de/jazzlounge/2013/05/blogparade-storytelling-das-digitale-lagerfeuer-2-0/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Das Leben ist schon ernst genug</title>
		<link>http://www.jazzblog.de/jazzlounge/2013/05/das-leben-ist-schon-ernst-genug/</link>
		<comments>http://www.jazzblog.de/jazzlounge/2013/05/das-leben-ist-schon-ernst-genug/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 03 May 2013 05:05:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hannes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Comedy]]></category>
		<category><![CDATA[Freude]]></category>
		<category><![CDATA[humor]]></category>
		<category><![CDATA[Ironie]]></category>
		<category><![CDATA[Kabarett]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensfreude]]></category>
		<category><![CDATA[satire]]></category>
		<category><![CDATA[spaß]]></category>
		<category><![CDATA[Zynismus]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.jazzblog.de/jazzlounge/?p=2229</guid>
		<description><![CDATA[Ich habe einen dicken Hals. Jetzt nicht im übertragenen Sinne, nein, ganz...]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img class="size-full alignleft" style="margin: 10px;" alt="Spaß mit Möhre" src="http://www.jazzblog.de/jazzlounge/wp-content/uploads/2013/05/20130503-063248.jpg" width="150" height="150" />Ich habe einen dicken Hals. Jetzt nicht im übertragenen Sinne, nein, ganz real. Und ich trage gerne Oberhemden. Und die wählt man bekannterweise nach der Kragenweite aus. Kennt Ihr ja. Nun ist es bei mir so, dass tendenziell die passende Kragenweiter nicht wirklich zu meiner sonstigen anatomischen Masseverteilung passt. Das führt dazu, dass ich im Regelfall, meine Kragenknöpfe offen lasse, damit selbiger nicht platzt und ich vor allem durchatmen kann. Und damit sind wir auch schon beim Thema. Nein, nicht bei Kragenweiten von Hemden sondern beim Humor.</p>
<p>Der ist ja &#8211; will man einem gängigen Sprichwort, dessen Quelle bzw. Urheber ich leider nicht kenne, glauben &#8211; der Knopf, der verhindert, dass einem der Kragen platzt. Und das kann ich aus eigener Erfahrung nur sehr bestätigen. Die liebe Wibke schrieb <a href="http://sinnundverstand.tumblr.com/post/49248922159/bitte-lachen-sie-jetzt"><strong>drüben</strong></a> aus guten Gründen einen feinen Text zum Thema Humor und Ironie, der mich ins Nachdenken brachte.</p>
<p>Humor ist echt ein ganz spezielles Ding. Kaum verallgemeinerbar. Auch wenn der Gesichtsausdruck meiner dailyme-Bilder drüben bei Flickr bisweilen eine andere Sprache spricht, ich bin ein durch und durch humorvoller Mensch. Bei mir ist Humor nämlich tatsächlich der besagte Knopf. Mein Humor hat mich schon sehr oft durch wirklich schwierige Lebenslagen bugsiert und mir geholfen, Situationen einigermaßen unbeschadet an Geist und Seele zu überstehen. Ich lache über mich, über Situationen, in denen ich mich wiederfinde, aber eben auch &#8211; und das finde ich vollkommen in Ordnung &#8211; über andere Menschen.</p>
<p>Es hilft mir enorm, mich in herausfordernden Momenten mittels kleiner Späße, aber auch mit Ironie, Sarkasmus oder bisweilen auch beißendem Zynismus über Wasser zu halten. Das Lachen über mich selbst, aber eben auch über andere hilft mir, die Konsequenzen dessen, was ich erlebe, deutlich besser auszuhalten. &#8220;Verdrängung ist es, die uns über Wasser hält&#8221;war jahrelang die Überschrift eines meiner <a href="http://kutter.antville.org/"><strong>Lieblingsblogs</strong></a>. Ich glaube für mich, dass es bei mir weniger die Verdrängung als vielmehr der Humor ist, der mich in stürmischen Zeiten über Wasser hält. Doch ich stelle immer wieder fest, dass es beim Humor schnell ernst wird. Humor ist nicht jedermanns Sache. Als humorvoller Typ wirst Du schnell in die Schublade &#8220;oberflächlich&#8221; wegsortiert. Man hört oder spürt dann Vorwürfe, dass man die Dinge nicht ernst genug nähme, ihnen nicht die nötige Aufmerksamkeit schenke. Doch ich sehe das anders.</p>
<p>Ich hatte mal das große Vergnügen, ein Interview mit Georg Schramm, meinem Lieblingskabarettisten, den ich sehr bewundere, zu führen. In diesem Interview sagte er, dass er die humorvolle aber tiefgründige Auseinandersetzung mit den Problemen der Welt für ihn eine Art innerer Reinigung sei, ohne die er kaum leben können. Genauso geht es mir auch. Gerade wenn ich versuche, auch wirklich ernsten Dingen und Situationen humorvolle Facetten abzuringen, setze ich mich intensiv mit ihnen auseinander. Guter Humor kann niemals nur an der Oberfläche bleiben. Er musst sich aus dem innersten der Dinge speisen, ansonsten verharrt er auf Mario Barth-Niveau. Es ist falsch, wenn man Humor mit fehlendem Ernst gleich setzt. Feiner Humor ist anstrengend. Für denjenigen, der ihn hat und pflegt, aber auch für diejenigen, die damit konfrontiert sind.</p>
<p>Dieser humorvolle, bisweilen ironisch bis zynische Umgang mit den Dingen und auch Menschen, kann auch schnell überfordern. Und dann wird es für alle Betroffenen mitunter peinlich. Und in diesem kleinen Wort steckt eben auch Pein drin. Und das bedeutet, dass er Schmerz auslöst. Gerade bei Guten Kabarettisten lässt sich das beobachten. Sie legen ihre Finger mit Bedacht in die Wunden der Menschen, halten ihnen schonungslos den Spiegel vor. Oft bleibt uns das Lachen ober der ausgelösten Erkenntnisprozesse im Halse stecken, weil uns unsere eigenen Unzulänglichkeiten bewusst werden. Weil wir noch im Lachen erkennen, dass wir vielleicht Teil oder gar Ursache des beschriebenen Problems sind. Und doch fällt es uns oft leichter, so mit den Dingen konfrontiert zu werden, als wenn uns jemand moralinsaure Vorträge oder gar Vorhaltungen macht.</p>
<p>Wibke schreibt drüben, dass sie Menschen gern erstmal auf uniromische Weise kennenlernen möchte. Das ist ein interessanter Aspekt, über den ich so noch nicht nachgedacht habe. Ich liebe die Ironie. Und ich pflege sie auch. Und ich mag es sehr, wenn auch andere Menschen dies tun. Aber ich spüre auch immer wieder, dass ich damit an Grenzen stoße. Insofern gebe ich Wibke ein bisschen Recht. Humor und Ironie sind schmale Grate. Sie bieten mitunter herrliche Aussichten, man kann bei falschen Schritten aber auch böse abstürzen. Nichts ist peinlicher als ein guter Witz oder Spruch, der beim Gegenüber nicht verfängt. Das rasseln schnell auch mal ganze Burgtore runter und tun sich hernach unüberwindbare Burggräben auf. Beim Schreiben helfen einem da mitunter die schönen Zwinkersmilies. In der unmittelbaren persönlichen Kommunikation wird es da schon schwieriger. Da ist es am Ende eine Frage der emotionalen Intelligenz, ob ich mein Gegenüber richtig einschätze und schnell spüre, ob nun Humor oder Ernst angebracht sind.</p>
<p>Und da liegen eben auch die Grenzen, wo es für mich mitunter schwierig wird. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es sowas wie &#8220;Berufsspaßbremsen&#8221; gibt. Menschen, die man selten bis nie herzhaft lachen sieht. Ich bin ehrlich, ich kann mit solchen Menschen nur schwer umgehen. Da, wo ich keine Lebensfreude spüre &#8211; und Humor ist für mich ein essentieller Ausdruck von Lebensfreude &#8211; bin ich mit meinem Latein schnell am Ende. Manchmal löst das Mitleid in mir aus, manchmal gehe ich dann lieber auf Abstand. Abstand aus Gründen des Eigenschutzes, weil diese &#8220;Mordor-Menschen&#8221; alle positive Energie zu absorbieren scheinen. Manchmal bin ich versucht, dann Gutscheine für Lachjoga-Kurse zu verschenken. Dann aber denke ich, dass auch das am Ende schon wieder zu ironisch wäre.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.jazzblog.de/jazzlounge/2013/05/das-leben-ist-schon-ernst-genug/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
