post Kategorie: Allgemeines,Alltagskram,Leben post Kommentare (2) post15. Mai 2012

Bildquelle: qw8dl auf flickr

Spätestens seit die sozialen Netzwerke Mett als Grundnahrungsmittel entdeckt haben und Veranstaltungen wie twettwochs, meetups und internationale Tage des Metts ihren Lauf nehmen, ist es Zeit, dem Mett seine Würde zurückzugeben. Was hat man nicht alles schon für unschöne Dinge aus Mett erblicken müssen, was für durchgelabberte Mettbrötchen wurden einem schon feil geboten?

Höchste Eisenbahn für eine Mettikette, wie ich meine. Gerne könnt Ihr sie in den Kommentaren nach Belieben ergänzen:

  1. Das Mett muss frisch (nicht älter als 3 bis 4 Stunden). Am besten natürlich Bio. Bitte kein Pseudomett aus dem Schlauch.
  2. Ins Mett gehören keine Kräuter. Sonst könnt Ihr auch den Schnitt vom letzten Rasenmähen essen.
  3. Unter das Mett gehört ein frisches, knuspriges (!!!) Brötchen. Bitte keine Aufback- oder Vorabendware.
  4. Zwischen Mett und Brötchen gehört gute Butter.
  5. Mettbrötchen werden nach der Zubereitung sofort verzehrt. Insbesondere der Transport unter “Frischhaltefolie” ist strengstens untersagt.
  6. Auf Mettigel sind zu vermeiden. Oder wie würdet Ihr Euch in einer Stachelschweinverkleidung fühlen?
  7. Falls doch Mettigel, so gehören keinesfalls Salzstangen darauf. Der Erfinder dieser Variante gehört mit Altmettkonsum nicht unter 5 Jahren bestraft. Bei der Mettigelgestaltung sind ganze, geschälte Mandeln zu benutzen.
  8. Auf das Mettbrötchen gehören ausschließlich, und ich betone noch einmal, auschließlich fein (!!!) geschnittene oder gehackte Schalotten. Bitte keine groben Gemüsezwiebeln, die den Geschmack übertünchen und nach deren Konsum man noch zehn Meilen gegen den Wind danach riecht.
  9. Als Würze sind ausschließlich frisch gemahlener Pfeffer, sowie Salz in Maßen erlaubt.
  10. Nach dem Mettkonsum bitte Zahnseide benutzen. Es ist einfach nicht schön, wenn der Chef am nächsten Morgen noch sieht, was es gestern zu Essen gab.

Wenn Ihr diese Regeln fein beachtet, steht einem würdevollen Mettvergüngen nichts mehr im Wege.

In diesem Sinne “Glück auf” und “nice to mett you” ;-)

Es braucht dringend eine Renaissance der Blogs. Einfacher und plakativer lassen sich die drei Tage re:publica in Berlin nicht zusammenfassen. Aus dem einstigen Klassentreffen der Internetszene wird mehr und mehr ein Massentreffen. Die Konferenz öffnet sich, immer mehr Unternehmen entdecken sie als Plattform für nicht immer gelungene Anbiederung bei der Zielgruppe. Der gefühlte Businesskasper-Anteil nimmt zu.

Die neue Location tut der Konferenz gut. Das große Forum zwischen den Vortragsräumlichkeiten lädt zum Austausch und Netzwerken ein. Ein gelungener Wechsel vom viel zu klein gewordenen Friedrichstadtpalast samt Kalkscheunen-Appendix. Hier gebührt den Machern, Organisatoren und Helfern großes Lob und wohlmeinender Dank.

Auch das Programm war vielfältig bunt. So bunt wie die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch. Meine Agenda dieser Tage war vor allem geprägt von Netzpolitik- und Finanzthemen. Fragen wie “Wie verändern wir die Welt?” oder “Chancen und Potenziale für Crowdfunding” seien hier beispielhaft genannt. Was mich bisweilen schockierte war die Qualität der Panelmoderatoren. Viel zu oft wirkten diese den Diskutanten thematisch nicht gewachsen, schlecht vorbereitet oder schlichtweg überheblich. Interessant, dass es sich dabei überdurchschnittlich oft um Journalisten oder Unternehmensberater handelte. Ein Schelm, wer hier Böses denkt.

Welche Erkenntnisse nehme ich für mich mit aus den zwei Tagen?

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Ich freue mich wie Bolle für Sina und ihr manomama Team, dass sie dieses tolle Projekt erfolgreich gewuppt haben. Nicht nur, dass die Taschen schön geworden sind, nein, es ist der Beweis, dass (wirklich) ökosoziale Produkte auch massentauglich und vor allem konkurrenzfähig sein können.

Weiter so, Sina. Es braucht mehr Menschen wie Dich, die einfach anfangen zu handeln und sich nicht nur im Schönreden ergehen.

post Kategorie: Alltagskram,Gesellschaft,Musik post Kommentare (0) post6. April 2012

Vielleicht sollte man sich in Bochum langsam Gedanken machen, wie die Zeit nach dem Weggang von Unternehmen wie Opel und ThyssenKrupp hier aussehen könnte. Offenbar müssen wir uns endgültig darauf gefasst machen, kein bedeutender Industriestandort mehr zu sein. Doch was folgt nach?

Wie wollen Stadtentwickler, Verwaltung, Wirtschaft und Bürgerinnen und Bürger die entstehenden Lücken füllen? Wo liegen neue Chancen zur Entwicklung? Wie kann die Stadt attraktiv für neue Unternehmen werden? Und was sollen das für Unternehmen sein? Nie war die Zeit reifer, endlich neu zu denken und eine positive Vision zu entwickeln. Das Schlimmste, was passieren kann, ist, jetzt in Schockstarre über die erneut schlechten Nachrichten zu verharren.

Und die hohen Herren von General Motors in Detroit sollten sich Gedanken über eine am Menschen orientierte Unternehmensführung machen. Es ist die eine Sache, bei dauerhaften Defiziten (so es denn welche sind) Werke oder Standorte zu schließen. Aber es ist eine andere Sache, über numehr fast ein Jahrzehnt ständig mit Werksschließungen zu drohen, Mitarbeiter unter Druck zu setzen und diese in einer permanenten Angst um ihre Arbeitsplätze verharren zu lassen.

Mitmenschliche Verantwortung sieht anders aus.

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